Die Zukunft der kommunalen IT
12. Januar 2010
- Agresso über das Konzept Shared Service Center
Nicht weniger als 18 Milliarden Euro haben Bund, Länder und Gemeinden 2009 für IT und Telekommunikation ausgegeben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Bitkom-Umfrage. Das Motto lautet: Investieren in Krisenzeiten. In den Jahren 2006 bis 2008 konnten in den Kommunen hohe Rücklagen gebildet werden, mit denen nun der wirtschaftlichen Krise getrotzt werden kann. Antizyklisches Verhalten zahlt sich aus, denn so können Einnahmerückgänge aufgefangen und notwendige Investitionen im IT-Bereich vorgenommen werden, so auch die Erfahrung des ERP-Herstellers und Verwaltungsexperten Agresso.
Weitreichende Veränderungen stehen nicht nur in Zeiten der wirtschaftlichen Ebbe auf dem Plan. Deutsche Verwaltungen investieren in die Modernisierung ihrer IT, um den Anforderungen der Bürger gerecht zu werden. Die kommunale Umgestaltung der Verwaltungen orientiert sich an betriebswirtschaftlichen Steuerungs- und Managementkonzepten. Die globale "Public Management Revolution" ist weltweit fortgeschritten und zeigt, dass ERP - aus informationstechnischer und organisatorischer Sicht - Auslöser und treibendes Element zur Modernisierung der Verwaltung ist. Entscheidend hierbei ist eine prozessorientierte Sichtweise, weil nur klar definierte Prozesse auch informationstechnisch sauber umgesetzt werden können. Gerade dieser Punkt wird bei den meisten ERP-Systemen bemängelt.
"Eine Vielzahl von ERP-Angeboten ist nach überholten, funktionsorientierten Gesichtspunkten aufgebaut", erklärt Dieter Große-Kreul, Geschäftsführer von Agresso. "Es fehlt der prozessorientierte Blick auf die Organisationsgestaltung". Wandlungsfähigen ERP-Systemen gehört die Zukunft, da sie genau an dieser Baustelle ansetzen. Durch die Flexibilität der ERP-Systeme ist es möglich die Geschäftsprozesse zu optimieren und zu modernisieren.
Von Nachbarn lernen: Shared Service Center (SSC)
Das Konzept Shared Service Center spielt in vielen Ländern Europas eine entscheidende Rolle wenn es um Reorganisation, Verschlankung und Effektivitätssteigerung in öffentlichen Verwaltungen geht. "In England und Skandinavien ist unser ERP-System gerade wegen seiner Anpassungsfähigkeit das zentrale System in sogenannten Shared Service Centern. Ein ERP-System, das sich auf jeden Wandel im Unternehmen einstellen kann, ist die optimale Lösung für die IT-technischen Veränderungen, die in den kommunalen Verwaltungen anstehen", ergänzt Große-Kreul. Dazu gehöre beispielsweise die Auslagerung von Dienstleistungen.
Bei SSC handelt es sich um ein sogenanntes internes Outsourcing: Gleichartige Prozesse aus verschiedenen Bereichen werden zu einer Organisation zusammengefasst und so Dienstleistungsprozesse konsolidiert und zentralisiert. Experten wie das Marktforschungsinstitut A.T. Kearney sehen in dem Konzept in Deutschland ein Einsparpotenzial von jährlich drei Milliarden Euro und vor allem zwei Stärken: Erstens werden die Aktivitäten und die Produktivität gesteigert, was auf eine niedrigere Fehlerrate zurückzuführen ist, zweitens lassen sich kundenbezogene Vorteile generieren.
Technische Aufarbeitung haben zukünftig viele öffentliche Verwaltungen in Deutschland nötig, um gerade im Kundenkontakt mehr Service bieten zu können. So gaben in der Bitkom-Studie drei Viertel aller Befragten an, dass sie Informationsangebote von Ämtern im Internet für sehr wichtig erachten und gut die Hälfte wollte E-Mail-Kontaktoptionen sowie den aktuellen Bearbeitungsstatus ihrer Unterlagen auch online erfahren. Shared Service Center schöpfen das Modernisierungspotenzial der Verwaltungen aus.
Der Geschäftsführer von Agresso: "Unsere Erfahrung zeigt, dass sich der Einsatz von ERP-Lösungen für die Zukunft auszahlt. Dabei ist es allerdings zwingend notwendig, dass die Modernisierung der IT von flexiblen ERP-Systemen begleitet wird, um die kommunalen Geschäftsprozesse auch in Zeiten des Wandels zu optimieren".
Über Agresso
Die Agresso GmbH ist eine 100-prozentige Tochter des niederländischen Konzerns Unit 4 Agresso. Spezialisiert auf ERP-Lösungen für kommerzielle Dienstleister und den öffentlichen Sektor profitieren die deutschen Agresso-Kunden von über 20 Jahren Erfahrung des Anbieters. Das Kernprodukt "Agresso Business World" ist bei 2.900 Kunden in über 100 Ländern im Einsatz. Mit der Erweiterung des Lösungsportfolios um die Produkte ProFiskal und KIRP für den öffentlichen Bereich sowie die Finanzlösungen von CODA stärkt Agresso seine Marktposition und schafft weitreichende Synergieeffekte für Kunden. Die Muttergesellschaft Unit 4 Agresso ist an der holländischen Börse notiert (EURONEXT - U4AGR) und hat insgesamt 3.500 Mitarbeiter in 21 Ländern. Der Konzernumsatz belief sich 2008 auf 393,6 Millionen Euro.
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